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Im Rahmen der diesjährigen Feierstunde am 25. März 2026 nahmen 130 Schülerinnen und Schüler ihre Abiturzeugnisse entgegen.
Nach der Begrüßung durch Schulleiter Dr. Holger Hauptmann und dessen Appell, im Kant´schen Sinne mutig selbst zu denken und neue Gestaltungsspielräume zu entdecken, griffen Katharina Oehm und Lucile Thoyer, stellvertretend für das Lehrerkollegium des EGW, das diesjährige Abimotto auf. Humorvoll blickten sie auf ihre eigene Mission zurück, auf ihre Lebenswege, die sie schließlich als Bili-Lehrerinnen an das Europa-Gymnasium geführt haben. Die beiden Mesdames formulierten aber auch eine eindringliche Mission für unsere Graduierten: In Zeiten des Euroskeptizismus und fragiler Demokratien ist es an der jungen Generation, sich als Staatsbürgerinnen und Staatsbürger und Europäerinnen und Europäer zu fühlen und sich von diesem Leitgedanken tragen zu lassen.
Norbert Pirron verwies auf die lateinische Wurzel des Wortes Abitur, nämlich „abire“, weggehen, und betonte, dass eben jenes Abitur der verdiente Lohn für all die Arbeit, Mühe und Ausdauer sei.
Bürgermeister Steffen Weiß legte mit zahlreichen Reminiszenzen an die James-Bond-Filmreihe dar, weshalb die bisherige Schullaufbahn und ihr Abschluss in einem solchen Agentenblockbuster lediglich der Vorspann ist und ermutigte die Abiturientinnen und Abiturienten, das Drehbuch ihres Lebens selbst zu schreiben.
Mit einem lachenden und einem weinenden Auge erinnerte Evelyn Hoffmann, Mutter einer Abiturientin und Schulelternsprecherin, an die nicht zu unterschätzende Rolle der Eltern während der langen Jahre des Lernens. Auch Eltern bräuchten Geduld und einen langen Atem, wenn „Jetzt chill doch mal“ und „Apokalypse“ Hand in Hand gingen. Auch Frau Hoffmann verwies auf einen großen abendländischen Philosophen, auf René Descartes, und dessen Worte „Ich denke, also bin ich“, die als Aufforderung, eigenständig um Willen und Worte zu ringen, in die heutige Zeit hineinreichen.
In der Abiturrede des Jahrgangs verwoben Isabella Hilsinger und Julian Hust eloquent und schelmisch das Abimotto „Abitur 007 – Mission erfüllt, fragt nicht wie“ mit einem Rückblick auf die vergangenen dreizehn Schuljahre. Sie schilderten, wie der Jahrgang zahlreiche Lizenzen zum Problemlösen erwarb, Auslandseinsätze meisterte und Spezialoperationen zu einem erfolgreichen Ende führte. Es wurden aber auch die „Akten des Dankes“ geöffnet und ein wertschätzender Blick auf die Unterstützung durch die Lehrkräfte, die Schulleitung und die Eltern gewährt.
Die Vorsitzende des Freundeskreises, Frau Frank, bedankte sich bei den Absolventinnen und Absolventen der EGW-Ausbildungsakademie für ihr Engagement in den Arbeitsgemeinschaften, die das Schulleben ungemein bereichern.
Mit der ersehnten Überreichung der Abiturzeugnisse durch die Stammkurslehrerinnen und -lehrer und Dr. Hauptmann wurden weitere Auszeichnung verliehen, z.B. für herausragende Leistungen in einzelnen Fächern, fabelhafte Abiturschnitte und besagtes langjähriges Engagement in den AGs.
Musikalisch wurde die Feierstunde beschwingt durch die Bigband unter der Leitung von Markus Metz eröffnet. „Everybody needs somebody“ und „livin´ on a prayer“ erwiesen sich als passende Wahl für die Zeugnisverleihung. Das Streichorchester unter der Leitung von Barbara Müller glänzte mit dem Stück „The Moon of Winter“. Als musikalischer Höhepunkt darf jedoch der Auftritt der Abiturientinnen Marie Engel und Sophia Gotvich bezeichnet werden, die selbstbewusst und kraftvoll „A million dreams“ aus dem Film „The Greatest Showman“ darboten.

