Da die Digitalisierung in der Gesellschaft immer mehr an Bedeutung gewinnt, hat das Europa-Gymnasium bereits zu Beginn des laufenden Schuljahres seine erste Tablet-Klasse eingeführt. Die 24 Schüler der Klasse 10e  verzichten seitdem komplett auf Hefte und Schulbücher und erledigen ihre Arbeitsaufträge auf iPads. Möglich wurde dieses Projekt unter anderem durch die Zukunfts- und Innovationsstiftung der Sparkasse Germersheim-Kandel, welche mit ihrem Projekt „Digitalisierung der weiterführenden Schulen des Landkreises Germersheim“ das Unterfangen mit einem Förderbetrag von 5.000€ unterstützte. Im Rahmen einer kleinen Feier nahmen Sarah Vogel und Neo Werling von der 10e sowie Herr Rutz-Lewandowski den symbolischen Überweisungsträger nun entgegen.   

Am Montag, den 09.12.2019 begaben sich die beiden Mathematik-Leistungskurse von Frau Antonatus und Herrn Heinzler auf eine Tagesexkursion zur Universität Landau, um dort das Mathe-Labor „Mathe ist mehr" zu besuchen. 

Im Rahmen des Unterrichtsthemas "Differentialrechnung" konnten alle Schülerinnen und Schüler in einem Workshop eine anschauliche und gelungene Einführung in die Thematik erhalten. Dabei wurde mittels Computersimulationen und fassbaren Materialien die erste Ableitung mithilfe eines Achterbahnmodells erarbeitet und Grundvorstellungen zum Differenzen- und Differentialquotienten entwickelt.
Wie steil ist die Auffahrt? Wie steil ist die Abfahrt? Gibt es eine Stelle, die besonders steil ist? Mit diesen Fragen beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler in Gruppenarbeit an drei Stationen. Die Stationen laden dazu ein, Mathematik einmal anders zu erleben. Eigene Erfahrungen und Erlebnisse wurden durch spielerisches Experimentieren geschaffen, getreu dem Motto „Mathe ist mehr". Dabei waren Kreativität und Vorstellungskraft gefragt.

Während einer kleinen Mittagspause stärkten sich alle in der Mensa der Universität. Im Anschluss erhielten die Schülerinnen und Schüler eine Führung auf dem Campus der Universität und konnten erste „Uni-Luft" schnuppern. Vielen Dank an Henrik Ossadnik, der den Workshop leitete und den ganzen Tag über für Fragen zur Verfügung stand.

Am 05. Dezember besuchte die Klasse 10e gemeinsam mit den beiden Lehrern Herr Hellenthal und Herr Kern das Europaparlament in Straßburg. Nach einer kurzen Einführung konnte die Klasse an interaktiven Stationen im Besucherbereich des Parlaments viel Wissenswertes über die Aufgaben der Institution in Erfahrung bringen. Im Anschluss war ein Besuch des Plenarsaals möglich, in dem ausgewählte Klassen aus verschiedenen Ländern Europas über Themen diskutierten, welche die Regierungs- und Staatschefs Europas bei ihrem nächsten Treffen besprechen sollten. Dabei ging es um Klimaschutz, die Schwierigkeit Kompromisse zu finden und vieles mehr. Nach den vielen, neu gewonnenen Impressionen ließen die Schüler den Tag auf dem Straßburger Weihnachtsmarkt ausklingen.

Glück kann man immer brauchen, denke ich mir, und gesund bist du auch, gottlob! […] Aber zufrieden? Nein, zufrieden bin ich eigentlich nicht. Doch das ist ja schließlich niemand.

Mit dem Stück Jugend ohne Gott gastierte das Herxheimer Chawwerusch-Theater am 05.12.2019 in unserem Kellertheater. Die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 10 sahen den Roman von Ödön von Horváth in Form einer „Live-Hörspiel-Performance“ mit Peter Hinz und Stephan Wriecz. Horváths Protagonisten, einen Gymnasiallehrer, verkörperte Letztgenannter eindrucksvoll in dessen Diskrepanz zwischen eigenen Moralvorstellungen, Schuld und Zwiespalt bezüglich der sich entwickelnden Gesellschaftsstrukturen des 20. Jahrhunderts, die es ihm nicht erlauben, im Zeitalter der Fische wahre Zufriedenheit zu finden.

Das Zusammenspiel von Livemusik bzw. -akustik und Schauspielkunst entführte das Publikum gekonnt an die verschiedenen Schauplätze des Stückes. Angeregte Diskussionen mit den Akteuren im Nachgang der Aufführungen rundeten das Theatererlebnis an diesem Vormittag ab, entließen die Zuschauer zufrieden - aber auch nachdenklich, ob der Aktualität und Brisanz des Gesehenen.

Ein besonderer Dank geht an dieser Stelle an Frau Jeanette Burkhardt, die im Rahmen des Bundesprogramms Demokratie leben! und mit der Unterstützung des Freundeskreises unserer Schule die beiden Aufführungen möglich gemacht hat.

Außerdem danken wir den fleißigen Helfern aus den Klassen 10a und 10c, die sich bereit erklärten, hinter den Kulissen tatkräftig bei Auf- und Abbau mitanzupacken.

Vierzehn Sechstklässler, die in der ersten Runde des Vorlesewettbewerbs den Klassenentscheid gewonnen hatten, traten am Nikolaustag zum Schulentscheid an.

In der weihnachtlich geschmückten Lesbar lauschten alle Teilnehmer bei Kerzenschein gebannt dem Vortrag ihrer Mitstreiter/-innen: Zuerst wurde ein vorbereiteter Text aus dem persönlichen Lieblingsroman präsentiert, bevor die Vorleser sich mit einem unbekannten Text auseinandersetzen und diesen gestaltend vorlesen mussten.

Am besten gemacht hat dies Yassin Cherfouf (6g). Den zweiten Platz erreichte Lucy Kohler (6d). Platz 3 ging an Lea Sophie Schmitt (6b).

Der Sieger des Vorlesewettbewerbs gab anschließend noch einen Tipp:

„Die Textstelle nicht zu oft vorher lesen, sonst wird man zu schnell, weil man fast alles auswendig kennt. Beim Fremdtext guckt man im Augenwinkel immer schon die nächsten Sätze an, dann kann man auch ins Publikum schauen, weil man weiß, was kommt.“

Yassin Cherfouf vertritt nun das Europa-Gymnasium beim nächsten Regionalentscheid des Vorlesewettbewerbs. In mehreren überregionalen Etappen gipfelt dieser mit dem Landesentscheid im darauffolgenden Bundesfinale im Juni.

Die Theater-AG des Europa-Gymnasiums hatte sich dieses Jahr zur Aufgabe gemacht, Georg Büchner auf die Bühne zu stellen. Vom 22. bis 25.11.19 fanden in Zusammenarbeit mit der Masken- und Band-AG die Aufführungen im Kellertheater des Europa-Gymnasiums statt. Hier finden Sie einige Aufnahmen der Aufführungen.

Haben Sie jemals mit dem Teufel einen Pakt geschlossen, nur weil Ihnen der Spaß im Leben fehlte? Nein? Faust tat es...
Am 07.11.2019 besuchten wir, der Deutsch-Leistungskurs der MSS 12, das Badische Staatstheater in Karlsruhe, wo wir uns das von Goethe verfasste allseits bekannte Drama „Faust - Der Tragödie erster Teil“ ansahen.
Nach einer freundlichen Einführung um 18.30 Uhr durften wir das Theaterhaus betreten. Ein deprimierter und lebensmüder Wissenschaftler namens Faust möchte sich das Leben nehmen. Durch das Erscheinen von Mephisto mit jener Äußerung: „Ich bin ein Teil von jener Kraft, die stets das Böse will und stets das Gute schafft“, wurden die Zuschauer in den „Bann“ des Theaterstücks gezogen und die Spannung stieg. Faust ist bereit, Mephisto seine Seele zu geben, wenn er auch nur einmal den Genuss des Lebens verspürt. Mit Mephistos Hilfe wird Faust zu einem jungen Mann, der sich in ein unschuldiges Mädchen, Gretchen, verliebt und sie verführt. Doch später ist Faust der Grund für den Tod sowohl von Gretchens Mutter als auch ihrem Bruder. 
Mephistos graziöse Art wie auch weitere Highlights, beispielsweise das Betreten eines Schauspielers in das Publikum, machten den Abend amüsant und unvergesslich. Der starke Persönlichkeitswandel Gretchens während des Stückes war für uns alle eine Überraschung, denn anfangs war sie das süße, verliebte Mädchen und gegen Ende wandte sie sich von Faust ab. Es dauerte ein wenig, bis man sich an die „überspitzte“ Mimik und Gestik der Schauspieler gewöhnt hatte, jedoch gaben diese dem Stück etwas Humorvolles. Auch das Klavier und die Lichtblitze als Begleitung der Handlungen passten an viele Stellen sehr gut. Die grotesk gestaltete Bühne, sowie die Kostüme und die weißgeschminkten Gesichter fielen direkt positiv auf und gaben dem Stück einen altmodischen „Flair“. Dabei ist die Intention des Regisseurs Michael Talke, die Zuschauer an den deutschen Stummfilm zu erinnern, was er auch schaffte. In der finalen Szene sitzt Gretchen im Kerker wegen Mordes an ihrem leiblichen Kind und wendet sich an Gott zur Vergebung ihrer Sünden. Das Stück endete mit einem großen Applaus und zufriedenen Gesichtern der Zuschauer.
Im Großen und Ganzen kann man sagen, dass die zwei Stunden mit viel Humor wie im Flug vergingen. Auch denen, die nicht gerne ins Theater gehen, würde ich es mit Sicherheit weiterempfehlen. Das Stück „Faust - Der Tragödie erster Teil“ mit der Regie von Michael Talke im Badischen Staatstheater Karlsruhe ist eine gelungene, moderne und beeindruckende Inszenierung eines bekannten Klassikers.

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