Am 15.10.2019 besuchten alle drei Erdkunde Leistungskurse der MSS12 die Völklinger Hütte im Saarland. Diese zählt seit 25 Jahren zum UNESCO-Weltkulturerbe und bietet neben der Besichtigung des stillgelegten Eisenwerkes auch weitere Ausstellungen, wie die „Urban Art“ Ausstellung oder das Pharaonen Gold.

Bei einer Führung bekamen wir einen Eindruck von den Arbeitsbedingungen, die noch bis vor ca. 30 Jahren dort herrschten. Besonders auffällig war der viele Staub, der damals so stark die Luft verschmutzt, dass die Arbeiter sich für ihre Mittagspausen aus Schrott provisorische Hütten bauen mussten, damit ihr Essen vor dem Schmutz in der Luft geschützt wurde. Das Erstaunlichste war die Größe der Anlage: Sechs Luftpumpen, sechs Hochöfen, die verschiedenen Anlagen, eine Aussichtsplattform, der einzige Erzschrägaufzug der alle sechs Hochöfen alleine versorgt und 600 Liter Schmieröl die hierfür ständig benötigt wurden. Zuerst wurde Kohle zu Koks verarbeitet, bevor es zusammen mit den reichhaltigen Metallen (80% Eisen und 20% Gestein) bei über 2000 Grad zu Roheisen und Schlacke wird. 80 Dezibel laut war die Anlage und sorgte für sehr viel Feinstaub. Die Sinteranlage als Beispiel, diente als eine Art „Recycling“ von ca. 60%, des sonst weggeschafften Teils, der so weiterbenutzt werden konnte. Für die Arbeiter war dies der gefährlichste Teil der gesamten Hütte, denn man durfte hier lediglich 10 Jahre arbeiten, bevor man aufgrund gesundheitlicher Probleme aufhören musste. Die Bezahlung war dementsprechend hoch aber auch andere Vorteile machte diesen Job attraktiv für viele.

Die Ausmaße und Größe der Völklinger Hütte wurden einem erst vor Ort bewusst. Wir bekamen einen Einblick in die Arbeit, die dort verrichtet wurde, in die geschichtlichen Hintergründe (zum Beispiel das Überstehen des Zweiten Weltkrieges) und natürlich in die Funktionsweise einer solchen Hütte. Nebenan befindet sich auch ein Stahlwerk, welches auch noch heute in Betrieb ist. Die Völklinger Hütte ist ein gut erhaltenes Kulturerbe, welches sich für uns lohnte zu besuchen, da hier veranschaulicht wird, was man sich im Unterricht in den Ausmaßen nicht vorstellen konnte. Aber auch so ist das UNESCO Kulturerbe ein sehenswertes Tagesziel in der Nähe.

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