Tag 12 (23.9.2018)

Nach drei ereignisreichen Tagen in Chicago ging es für mich am Sonntag nach St. Louis. Zunächst besuchten wir „The Gateway Arch", das Wahrzeichen von St. Louis. Kleine kugelförmige Kapseln befördern Schwindelfreie zum höchsten Punkt des Bogens, von dem man eine phänomenale Aussicht auf die ganze Stadt genießen kann.
Nachdem wir alle wieder festen Boden unter den Füßen hatten, trafen wir durch Zufall die Niantic-Gruppe. Die Wiedersehensfreude war bei allen sehr groß. Nach einem kurzen Plausch ging es direkt weiter. Das Highlight des Tages stand bevor. Das Baseball-Spiel der St. Louis Cardinals gegen die San Francisco Giants, die auch am Vortag gegeneinander gespielt hatten. Ausgestattet mit Trikot, Kappe und Getränken konnte es losgehen. Die St. Louis Cardinals gewannen mit einem sensationellen 9:2. Zum Abschluss dieses unglaublich tollen Tages gab es zum Abendessen das vielleicht beste fried chicken, das ich jemals gegessen habe.
(Giuliana Knoll)

    

Tag 11 (22.9.2018)

Heute morgen musste ich sehr früh aufstehen, da wir zu dem großen Baseball-Spiel St. Louis Cardinals gegen die San Francisco Giants in St. Louis fuhren. Ich war schon sehr gespannt darauf. Das Stadion war schon von außen riesig. Am Eingang bekamen wir sogar Westen mit dem Aufdruck St. Louis und dem Maskottchen der Cardinals, einem roten Vogel, darauf. Man konnte von unserem Platz aus wunderbar die „Skyline“ von Saint Louis sehen. Am Anfang des Spiels waren klar die Cardinals vorne, doch zum Schluss wurde es sehr spannend, da es gleich stand. Nach dreieinhalb Stunden siegten dann doch die Cardinals mit einem Homerun inklusive Feuerwerk, was meine Gastfamilie sehr glücklich machte. Das ganze Stadion stand auf und feierte lautstark den Sieg.
Nachdem wir den Weg durch die Menschenmassen zurück zum Auto geschafft hatten, besuchten wir den Gateway Arch in St. Louis. Dies ist der höchste Bogen der Welt. Leider konnten wir mit dem Aufzug nicht hochfahren, da er außer Betrieb war. Jedoch hatte man auch vom Park aus einen atemberaubenden Ausblick auf St. Louis und den Mississippi River.
Da es Samstag war, konnten wir den Tag nicht schon um 16 Uhr enden lassen, und so gingen wir mit ein paar anderen Austauschpartnern noch ins Drive In Autokino in Springfield. Mit ein paar leckeren Snacks machten wir es uns im Kofferraum mit vielen warmen Decken und Kissen gemütlich. Wir schauten den spannenden Film „The Darkest Minds“, und um den Ton anzuschalten, musste man das Radio aufdrehen. Je später es wurde desto kälter wurde es. Aber dann war der Film aus, und unsere ganze Gruppe verabschiedete sich voneinander, bevor wir wieder zu unserem „Zuhause“ fuhren und absolut glücklich ins Bett gingen.
(Sarah Heck)

          

Tag 10 (21.9.2018)

Heute begann unser Tag mit einem sehr stressigen Morgen, da wir in der Jugendherberge nur ein Bad für sechs Mädchen in einem Zimmer hatten und schon um halb neun mit gepackten Taschen und gefülltem Bauch in der Lobby sein sollten. Wir schlossen unser Gepäck in einem Raum ein, damit wir es nicht den ganzen Tag mit uns rumschleppen mussten. Danach ging es auch schon los, vorbei an der Buckingham Fountain am See entlang zum Shedd Aquarium. Dort gab es viel zu sehen, zum Beispiel Haie, Seepferdchen, Krebse, Delfine und Muränen. Nachdem wir etwas Zeit hatten uns in kleinen Gruppen selbst umzuschauen, besuchten wir gemeinsam die „Aquatic Show". Hier wurden Tricks von den Tieren gezeigt, aber uns wurde auch viel über die Tiere erzählt. Die Tiere in der Show waren Delfine, ein Seelöwe und überraschenderweise auch eine Eule. Es war wirklich eine sehr unterhaltsame und interessante Show.
Zum Mittagessen ging ich mit meiner Gruppe zu Panera und aß einen leckeren getoasteten „Cinnamon Crunch Bagel“ mit Frischkäse. Nach dem Essen trafen wir uns alle vor dem Willis Tower. Mit dem Aufzug fuhren wir dann zum 103. Stockwerk hoch. Die Aussicht von dort oben war wirklich atemberaubend und wunderschön. Viele von unserer Gruppe wagten sich hinaus auf´s Ledge, eine Plattform mit Glasboden, auf der wir quasi mehr als 400 Meter über den Straßen von Chicago schwebten.
Sobald wir unser Gepäck aus der Jugendherberge geholt hatten, hieß es auch schon Abschied nehmen von Chicago. Nach vier Stunden Zugfahrt, in denen die meisten geschlafen und Musik gehört haben, kamen wir wieder in Springfield an, wo bereits unsere Gasteltern auf uns warteten, um uns direkt zu einem der wichtigsten Footballspiele des ganzen Jahres, dem Lennard Bowl, zu bringen. Das Besondere an diesem Spiel war, dass der Vater von dem Coach unserer Mannschaft der Coach der gegnerischen Mannschaft ist. Leider gewann die gegnerische Mannschaft ziemlich eindeutig das Spiel. Doch dieser Sieg war etwas sehr besonderes, denn es was der 375. Sieg des Coaches der Gegner und somit der aktuelle Rekord im Staat Illinois.
Nach diesem Spiel ging ich mit meiner Gastfamilie zu „Freddy's", und wir aßen einen sehr leckeren „Chocolate Brownie Delight Sundae". Es war definitiv das beste Eis, das ich je gegessen habe. Danach fuhren wir nach Hause und ich ging nach diesem sehr ereignisreichen aber auch anstrengenden Tag schlafen.
(Marie Derstroff)

                                    

Tag 9 (20.9.2018)

Während unter uns noch starke Müdigkeit herrschte, waren die Straßen Chicagos am frühen Morgen bereits belebt. Unser erstes Ziel war der Millennium Park, in dessen Zentrum wir durch das „Cloud Gate", einer bohnenförmigen Edelstahlkonstruktion, das Spiegelbild der gigantischen Hochhäuser um uns herum betrachten konnten.
Darauf folgte der Besuch beim weltbekannten „Art Institute". Cosima und Sarah führten uns fachkundig mit Erklärungen zu ausgewählten Kunstwerken durch das riesige Museum. Nachdem wir die eindrucksvollen Weiten der Kunst ausgiebig auf uns wirken gelassen hatten, machten wir uns auf den Weg zur De Paul-Universität. Colton, ein Austauschschüler des vorigen Austausches zeigte uns den durch seine Modernität ansprechenden Campus.
Als wir die U-Bahn-Fahrt zum Stadtzentrum zurück schließlich überwunden hatten, trennten sich unsere Wege - in Dreiergruppen schlenderten wir über die vor Leuchtreklame lichtdurchflutete „Magnificent Mile".
Unseren Abend ließen wir schließlich von der oberen Etage des „Hancock Centers" mit dem unvergesslichen Blick auf die im Sonnenuntergang strahlenden Hochhausschluchten, deren Licht der Dunkelheit trotzte, ausklingen.
(Hannah Nahm)

          

Tag 8 (19.9.2018)

Obwohl wir uns heute schon sehr früh am Bahnhof trafen, waren wir alle sehr motiviert für den Tag, da heute unser erster Field Trip nach Chicago begann. Als wir nach dreistündiger Zugfahrt noch etwas müde in Chicago ankamen, waren wir alle total begeistert von den vielen gewaltigen Wolkenkratzern. Für unseren Aufenthalt in der Großstadt hatte jeder von uns eine kleine Präsentation einer lokalen Sehenswürdigkeit vorbereitet.
Während unserer Stadtbesichtigung trafen wir auf der Daley Plaza einen einsamen Tanzlehrer, welchen wir gerne mit unseren „gekonnten“ Dancemoves unterstützten. Im weiteren Verlauf des Nachmittages nahmen wir an einer Bootstour teil, welche uns durch die gigantischen und beeindruckenden Häuserschluchten Chicagos führte. Am Abend besuchten wir den Strand Oak Street Beach, von dem man die gesamte Skyline der Metropole sehen konnte, was wir natürlich für viele tolle Bilder nutzten. Als Abendessen gab es eine Spezialität der Region, die Deep Dish Pizza, welche wir alle super lecker fanden.
Wir fielen alle zufrieden und happy, aber todmüde, ins Bett.
(Lula Sartingen)

                      

     

Tag 7 (18.9.2018)

Mit viel Vorfreude startete ich in einen neuen Tag mit meiner amerikanischen Gastfamilie. Natürlich gingen wir auch heute wieder in die Schule, und ich folgte meiner Austauschpartnerin Lauren auf Schritt und Tritt, um an deren Unterricht teilzunehmen. Im Homeroom, dem täglichen Treffen unserer Gruppe mit den deutschen Lehrern, erhielten wir unsere individuellen School-IDs; nun gehören wir offiziell zur Schulgemeinschaft der Rochester High School. Das ist wirklich cool, denn dadurch haben wir Vorteile in Chicago, wo wir zum Beispiel freien Eintritt in alle möglichen Museen haben.
Nach der Schule haben wir noch zwei Stunden entspannt, und dann ging es auch schon zum wichtigsten Volleyballspiel des Jahres! Heute haben die 'Rochester Rockets' gegen die Mannschaft Sacred Heart-Griffin aus Springfield gespielt, die größten Rivalen der Rockets. Alle Eltern, Verwandte, Freunde und sogar die Lehrer waren gekommen, um unser Team anzufeuern. Zuerst spielte die jüngere Mannschaft, das so genannte 'Junior Varsity Team' gegen die berüchtigte, gegnerische Mannschaft. Doch dann war endlich die Zeit gekommen worauf alle Schüler, besonders Lauren, seit Wochen gewartet haben: Das wichtigste Spiel gegen 'SHG'! Meine Austauschpartnerin ist ein Teil der Varsity-Volleyballmannschaft, und sie zeigte mir ein Ritual, das die gesamte Mannschaft vor dem Spiel macht. Sie haben als Glücksbringer einen goldenen Volleyball, auf dem alle unterschrieben haben. Jedes Mitglied, inklusive mir, küsst den Ball vor jedem einzelnen Spiel! Das war ziemlich aufregend für mich, weil ich das noch nie gemacht habe. Während sich beide Teams aufwärmten wurde laute Musik gespielt, die ein oder anderen tanzten dazu, und es war viel gute Laune im Spiel. Dann ging es plötzlich auch schon los. Schnell merkten wir, dass das ein ziemliches Kopf-an-Kopf Rennen werden würde. Beide Mannschaften waren wirklich sehr stark, und die Aufregung stieg immer mehr an. Freunde und Verwandte feuerten lauthals die 'Rochester Rockets' an. Das ganze Spiel lang war der Punktestand so ziemlich auf dem gleichen Level, doch dann gewann unsere Mannschaft den ersten Satz, und die Menge flippte vor Freude komplett aus. Dann ging es auch schon weiter mit dem zweiten Satz. Es wurde immer spannender und spannender und plötzlich hörte man Jubel aus allen Ecken! Wir hatten das Spiel gewonnen! Das war der Triumph des Jahres! Laurens Mannschaft ging nach draußen, und sie schmissen Porzellan auf den Boden. Das ist ein weiteres Ritual, das sie immer machen wenn sie gewonnen haben. Glücklich und zufrieden fuhren wir nach Hause, um endlich nach dem langen Tag und dem spannenden Spiel etwas zu Abend zu essen.
(Johanna Offermann)

       

Tag 6 (17.9.2018)

Heute begann mein Tag damit, dass ich meinen Austauschpartner John in die „CEO class“ begleiten durfte. In diesem für ausgewählte Schüler angebotenen Unterricht lernen sie, wie man ein Unternehmen leitet und dieses verbessert. Um dies auch praktisch zu üben arbeiten die Schüler mit einem echten Unternehmen zusammen. Danach waren wir in der „food class“, wo die Schüler wie der Name schon sagt das Kochen lernen. Heute kochten wir mit viel Spaß einen leckeren Schokopudding.
Jetzt war es auch schon Mittagessenszeit. Hierzu geht man in die Cafeteria, wo es eine große Auswahl an leckeren Speisen gibt: von Pommes mit Burger über Tacos und Pizza bis zum Salat ist alles vertreten. Hier bezahlt der German Club für unser Essen. Danke dafür! Die Schüler die keine Lust auf das Cafeteria-Essen haben bringen sich selbst etwas mit, was dann mit allen Freunden zusammen gegessen wird.
Nach dieser Stärkung half ich meinem Austauschpartner beim „helpdesk“. Hierzu ist zu sagen, dass alle Schüler hier ein Chromebook haben, mit welchem sie im Unterricht arbeiten. Die Schüler von der „helpdesk class“ reparieren diese oder geben Ersatz aus wenn es vergessen wurde oder der Akku leer ist. Sie machen also einen sehr wichtigen Dienst. Dann war der Schultag auch schon vorbei. Am Abend war dann noch ein Volleyballspiel der Volleyballmannschaft der Schule, wo auch einige unserer Austauschpartner spielten. Es war ein sehr spannendes Spiel, welches die Rochester Rockets gewannen. Vor, während und nach dem Spiel kann man Snacks und Getränke kaufen sowie auch Fanartikel wie T-Shirts und Schilder. Schilder erfreuen sich in den USA sehr großer Beliebtheit und symbolisieren die Zugehörigkeit zum Team.
(Max Herbst)

          

Tag 5 (16.9.2018)

Heute durfte ich mit meiner wundervollen Gastfamilie den ersten Sonntag zusammen verbringen. Madi, meine Partnerin, ihre Eltern und ich machten uns früh auf den Weg Richtung St. Louis, da dort Madis Fußballturnier um 10 Uhr startete. Dieses Fußballfeld ist das nächste in der Umgebung für ein Turnier und trotzdem mussten wir knapp 1,5 Stunden fahren. Als wir ankamen, war ich sehr überrascht, da es ein Fußball- und Footballfeld in einem war. Nach dem ersten Sieg waren wir schnell ein leckeres BBQ essen, da wir nicht viel Zeit bis zum zweiten Spiel hatten. Trotz sehr heißem Wetter gewann Madis Mannschaft auch deren zweites Spiel. Auf dem Rückweg erwartete uns leider ein kleiner Stau.
Daheim angekommen zogen wir uns schnell um und fuhren zu unserer Welcome-Party. Hier kamen zum ersten Mal alle Gastfamilien, Austauschschüler und Lehrer zu einem Potluck Dinner zusammen: jeder brachte ohne große Absprache von daheim etwas zu essen mit, und es war eine große leckere Vielfalt geboten. Wir Deutschen hatten außerdem ein kleines Programm vorbereitet: zuerst stellten sich alle kurz vor, darauf folgte ein kleines Quiz über Deutschland, und für etwas Bewegung haben wir mit unseren Partnern das Fliegerlied und den Cha Cha Slide getanzt. Für deutsche Verhältnisse sind wir recht früh nach Hause gefahren, doch ich bin froh drum, denn am Ende eines vollen und erfolgreichen Tages falle ich gerne früh ins Bett um auch den nächsten Tag voll mitnehmen zu können.
(Luisa Trapp)

                    

Tag 4 (15.9.2018)

Heute wurde ich um halb neun geweckt, da Samstag ist. Meine Austauschpartnerin Paige und ich haben uns entspannt fertig gemacht und sind dann mit ihrem Vater zum Zoo in Springfield um ihre Großeltern aus Chicago dort zu treffen. Paige’s Mutter arbeitet als Tierpflegerin in diesem Zoo. Dort haben wir dann Giuliana und ihre Austauschpartnerin Kiana getroffen und durften die Neugeborenen Bären sehen. Danach sind Paige und ich mit ihren Großeltern zu Cracker Barrel Mittagessen essen gegangen. Nach dem Mittagessen sind Paige und ich direkt weiter gefahren und sind in eine Mall in Springfield mit einer Freundin von ihr gegangen. Mich hat es sehr gewundert, dass bestimmte Marken wie Hollister viel billiger waren als in Deutschland. Nach einem gelungenen Einkauf sind wir zu Wallmart gefahren und haben amerikanische Süßigkeiten wie Reese’s geholt. Reese’s ist eine sehr bekannte Süßigkeit in Amerika mit Schokolade und Erdnussbutter. Danach ging es direkt weiter und wir sind mit 4 Freundinnen von Paige und Giuliana zu Obed & Issac‘s Horseshoe essen gegangen. Für den Abend hatten wir zu 7. eine Übernachtung bei einer Freundin geplant. Im Allgemeinen war es ein sehr schöner Tag und wir haben viel erlebt.
(Lisa Walterscheid)

                              

Tag 3 (14.9.2018)

Heute war der zweite Tag an der Rochester High School. Freitags ist hier der sogenannte „spirit day”, an dem jeder Schüler T-Shirts, Jacken oder Pullis der Schule, der Sportteams oder Bands trägt. Man konnte also zum Beispiel sehen, wer Cheerleader, Footballspieler oder Musiker ist. Unsere Gruppe bekam am Abend unserer Ankunft ein tolles Footballshirt, das wir heute alle trugen. Ich bekam zusätzlich noch eine coole Jacke der Tanzgruppe meiner Partnerin.
Der Unterricht startete für mich und drei andere unserer Gruppe mit Deutsch. Die Stunde war sehr amüsant gestaltet durch Spiele und lustige Übungen und durch den Austausch von umgangssprachlichen Ausdrücken (Slang).
Nach der Mittagspause bin ich mit meiner Partnerin ins Community College gefahren und habe dort mit ihr einen interessanten Psychologiekurs besucht. Der Kurs war nur für RHS-Schüler um sie auf das College vorzubereiten. Es war sehr interessant, einen Einblick in das Collegeleben zu bekommen.
Anschließend habe ich meine Partnerin zum Training ihrer Tanzgruppe begleitet.Die Mädchen und der Coach waren alle super nett und forderten Marie und mich auf, bei ihrem neuen HipHop-Tanz mitzumachen. Das Training hat total Spaß gemacht und Marie und ich werden wahrscheinlich noch öfter mittanzen.
Abends sind wir zu unserem ersten Footballspiel gefahren, was für mich das Highlight des Tages war. Die Stimmung war super und alle hatten Spaß beim Anfeuern der Rockets, die 22:14 siegten, woraufhin die Stimmung noch besser war und wir schließlich mit guter Laune den Heimweg antreten konnten.
(Luisa Müllich)

                  

Tag 2 (13.09.2018)

Nach der ersten Nacht in meiner Gastfamilie wurde ich um halb sieben geweckt. Zum Frühstück gab es leckere Blaubeermuffins. Die Cousine meiner Austauschpartnerin Maggie hat uns dann mit dem Auto zur Schule mitgenommen. Die High School ist zwar nur einstöckig, aber groß und auf den ersten Blick wie ein Labyrinth. Wir werden wahrscheinlich ein paar Tage brauchen um uns in den vielen Gängen zurechtzufinden. Die ersten vier Tage gehen wir mit unseren Partnern mit in deren Unterricht. Als erstes hatten wir Kunst, und ich durfte auch selber ein Bild zum Thema „Abstrakte Kunst“ zeichnen. Danach war Rocket Time, eine Stunde, in der jeder für sich in der Study Hall arbeiten kann. Anschließend traf sich unsere Gruppe im Deutsch-Klassenraum zum „Homeroom“, um uns auszutauschen und unseren Beitrag für die Welcome Party am Sonntag vorzubereiten. Um 11:15 Uhr gab es dann einen 'Hard Lockdown Drill' , eine Amokalarmübung. Wir mussten uns alle absolut still in eine Ecke stellen, weit weg von Fenster und Türen, und die Tür wurde von der Lehrerin abgeschlossen. Diese Übung findet hier genau wie die Feueralarm- und Tornadoübung einmal im Jahr statt.
Nach dem Mittagessen in der Cafeteria ging es in der „Health Class“ um verschiedene Krankheiten und ihre Übertragung. Als letztes habe ich im Chemieunterricht meinen ersten Test in Amerika geschrieben. Zum Glück hatten wir das Thema „Dichte“ zuhause schon behandelt.
Wenn um 15 Uhr der Unterricht endet, gehen die wenigsten Schüler nach Hause: ich begleitete meine Partnerin zum dreistündigen Cheerleader-Training. Die Mädels sind alle topfit, und ich war sehr beeindruckt, wie sie sich gegenseitig durch die Luft wirbeln.
Abends war ich mit meiner Gastfamilie in einem Restaurant, das für seine guten 'Horseshoes' bekannt ist. Horseshoes sind eine lokale Spezialität und bestehen aus Toast, Burgerpatties und Pommes mit Käsesoße. Es waren riesen Portionen! Toll fand ich, dass unsere Getränke einfach immer wieder kostenlos aufgefüllt wurden.
(Katharina Müller)

     

Tag 1 (12.9.2018)

Nach einem halben Jahr Vorbereitung auf unseren Austausch war es heute morgen um 3:45 Uhr soweit: wir trafen uns gut gelaunt und „gut“ ausgeschlafen in der Busstraße, um mit der Niantic-Gruppe gemeinsam nach Frankfurt zu fahren. Nach neuneinhalb Stunden Flug und etwa 11000 zurückgelegten Kilometern betraten wir in Detroit zum ersten Mal amerikanischen Boden. Da keiner von uns Waffen und frisches Essen mittrug und wir alle Fragen bei der Immigration wahrheitsgemäß und zur Zufriedenheit der Officers beantworten konnten, durften wir schließlich unseren Anschlussflug nach St. Louis antreten. Dort wurden wir mit bunten Willkommensschildern von den Gastfamilien herzlich empfangen. In der Rochester High School wartete eine kleine Welcome Reception auf uns mit typisch amerikanischem Buffet. Nach dem ersten Kennenlernen fielen wir alle nach einem 28-Stundentag todmüde ins Bett.


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