BWV - Veranstaltungen - Benimm-Knigge
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Jahrgang 9: |
Benimmseminar im Schlosshotel Karlsruhe |
03.05.2010 |
Nach der Hausführung nahmen alle Schüler wieder auf den Ledersofas in der Empfangshalle Platz. Herr Barth gab nun den Schülern Tipps für Bewerber zum Vorstellungsgespräch im Gastgewerbe, die aber auch für diejenigen nützlich sind, die sich für einen anderen Beruf interessieren.
Zuerst wird die Checkliste für das Bewerbungsschreiben abgearbeitet. Besonders wichtig ist die persönliche Anrede des Adressaten, den man per Anruf herausfinden kann. Kreativität kommt gut an, da sich die Bewerbung so von anderen unterscheidet. Der Seminarleiter erzählt von einer Bewerbung, die ihm besonders gefallen hat. Ein Bewerber, der sich in der Restaurantbranche beworben hat, erstellte eigene Rezepte, von denen er einige dem Anhang beigelegt hatte. Interessant sind Bezüge zum Beruf (Praktika) und besondere persönliche Eigenschaften, Interessen und Fähigkeiten.
Vor dem Vorstellungsgespräch gilt es für den Bewerber, sich vorzubereiten. Dazu sollte die Tageszeitung gelesen werden, um Aktuelles zu wissen. Die Homepage des Betriebes sollte angeschaut, der Name des Ansprechpartners und des Direktors, die Betriebsgröße und Zimmerzahl eingeprägt werden. Zusätzlich ist es sinnvoll zu wissen, wie das Restaurant und die Veranstaltungsräume heißen und wie viele Sterne der Betrieb hat.
Zudem sollte man sich Antworten auf mögliche Fragen bereitlegen, wie zum Beispiel, warum man sich für diesen Beruf und diesen Betrieb entschieden habe, und sich sinnvolle Fragen über Abteilungen, Schule oder Übernahme überlegen. Jedoch sollte man sich nicht nach Überstunden, Urlaub oder Gehalt erkundigen, da dies einen schlechten Eindruck mache. Zeugniskopien, die nachzureichen sind, müssen mitgenommen werden.
Auf Pünktlichkeit wird Wert gelegt, jedoch solle man nicht überpünktlich sein. Erscheint man mit den Eltern, wirke der Bewerber eher noch unreif.
Falls die Hand entgegengestreckt werde, reagiere man mit einem kräftigen Händedruck. Dabei solle man nicht übertreiben, aber auch nicht zu lasch reagieren, sonst könnte das als Willensschwäche interpretiert werden.
Zu einem gepflegten Äußeren gehöre auch die Kleidung: Eine Schwarze Hose dazu ein Hemd bzw. Bluse sei angebracht. Zu beachten sei, dass der Schmuck nur dezent ist. Frisurexperimente seien zu vermeiden!
Der Blickkontakt zum Gesprächspartner solle während des ganzen Vorstellungsgesprächs gehalten werden, bei mehreren Gesprächspartnern müsse man abwechselnd in deren Augen schauen.
Auf Fragen des Gegenübers müsse eingegangen werden; dies solle aber nicht zu ausschweifend geschehen.
Ein weiterer Punkt sei die Höflichkeit, auf die großen Wert gelegt werde. Es heißt sich stets zu bedanken, sei es für ein Getränk oder auf den Hinweis, sich hinzusetzen.
Zum Schluss des Gesprächs dürfe gefragt werden, wie verblieben werde bzw. wann eine Antwort erwartet werden dürfe. Der Bewerber verabschiede sich höflich und bedanke sich für das Vorstellungsgespräch.
Herr Barth erwähnte ausdrücklich, dass weißes oder cremefarbenes Papier erwünscht sei. Natürlich solle auch darauf geachtet werden, dass die Bewerbung keine Eselsohren oder Flecken aufweise.
Herrn Barth führt die Klasse zuerst in den Herzogensaal, in dem eine große Tafel mit ca. 30 Sitzplätzen gestellt ist. Von diesem Saal geht es durch eine Glastür in den Spiegelsaal, welcher mit 99 Quadratmetern der größte ist. Er ist unter anderem für Hochzeitsfeiern und das so genannte „Krimidinner“ gedacht.
Von dort aus geht die Führung weiter in den kleinsten Saal, die Weinstube und anschließend in die Bibliothek. Ein langer Gang führt zum Konferenzraum, der mit einer Leinwand und einer angrenzenden Empore über dem Eingangsbereich ausgestattet ist.
Das Schlosshotel hat natürlich auch ein eigenes Restaurant, die „Schwarzwaldstube“, welche täglich u.a. auch für Hausgäste geöffnet ist.
Nach den Saalbesichtigungen darf sich die Klasse den Wellnessbereich mit Saunen, Solarium, Dampfbad, Fitnessbereich und Ruheraum ansehen. Er ist für alle Gäste des Hauses nutzbar.
Anschließend zeigt uns Herr Barth die 96 Zimmer, von denen 42 Doppelzimmer und drei Juniorsuiten sind. Juniorsuiten sind größer als normale Doppelzimmer und werden meist für Hochzeiten gebucht, wie Herr Barth nebenbei erklärt.
Nach der Hausführung treffen sich alle Gruppen wieder im Empfangsbereich.
Der
letzte Teil des Seminars bestand aus den Verhaltensregeln als Gast am Tisch.
Zuerst wurde den Schülern erklärt, wie sie sich zu verhalten haben, wenn sie
zum Essen eingeladen worden sind. Könne man aus irgendeinem Grund nicht zum
vereinbarten Essen erscheinen, sei es Pflicht, sich rechtzeitig beim Gastgeber
abzumelden. Vor allem müsse man sich für die Einladung bedanken, egal, ob man
kommen könne oder nicht.
Nach diesem kleinen Vortrag von Herrn Barth über die Regeln, erklärte eine Hotelangestellte, wie der Tisch bei solch einem Essen gedeckt werde. Die Schüler merkten schnell, dass vor allem Genauigkeit gefragt ist und auf jedes kleinste Detail geachtet werden muss. Mit diesem Wissen durfte jeder seinen Platz mit Tellern, Besteck und Gläsern eindecken.
Zuletzt wurden die Tischregeln vorgestellt. Schon beim Einnehmen und Verlassen des Platzes gibt es einige Regeln, die zu beachten sind:
Falls eine Sitzordnung vorhanden ist, muss diese natürlich gemäß der Zuweisung eingehalten werden. Als Gast nimmt man erst dann Platz, wenn der Gastgeber sich setzt oder dazu bittet. Der Herr rückt seiner Tischdame beim Hinsetzen den Stuhl zurecht. Wenn man den Platz verlässt, entschuldigt man sich vorher.
Außerdem sind Geräusche wie Schmatzen oder Schlürfen untersagt. Auch gehört es sich nicht, überlaut mit dem Besteck zu hantieren. Völlig inakzeptabel ist das Aufstoßen.
Grundsätzlich wird mit Besteck gegessen, jedoch gibt es zahlreiche Ausnahmen, wie zum Beispiel Austern oder Hähnchenschenkel Diese Ausnahmen sind an den Reinigungsmöglichkeiten für Finger und Hände zu erkennen, die am Tisch bereitstehen. Brot wird gebrochen und nicht als Brotscheibe vollständig bestrichen.
Bei der Benutzung des Bestecks ist die Menüfolge zu beachten: Es wird immer das Besteck benutzt, das sich am weitesten außen befindet. Man darf keinesfalls aus Flaschen, Kannen oder Krügen trinken, sondern aus Gläsern, Bechern oder Tassen.
Das Reden mit vollem Mund ist untersagt. Außerdem ist lautes Reden mit einem weit entfernten Tischnachbar inakzeptabel. Bedienungen werden nicht gerufen, sondern verbal oder mittels dezenter Geste herbeigebeten. Dies sind einige von vielen Tischregeln, die einzuhalten sind.
Nachdem alle Schüler die Regeln verstanden hatten und alle Fragen geklärt waren, wurde ihnen ein 3-Gänge-Menü serviert, wobei sie selbstverständlich auf die gelernten Tischregeln achten sollten.
Der erste Gang bestand aus Butter und Brot, eine kleine Quiche und Salat. Zum zweiten Gang wurden Hähnchenschenkel mit Kartoffeltaler und Gemüse serviert. Für die Vegetarier am Tisch gab es gefüllte Maultaschen, ebenfalls mit Gemüse serviert. Als dritter und letzter Gang wurde Vanilleeis mit roter Grütze und frischen Früchten aufgetischt.
Das Essen hat allen Beteiligten sehr gut geschmeckt. Die Schüler werden das Gelernte mit Sicherheit in der Zukunft gebrauchen können.
Antonia Burgert
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Jahrgang 9: |
Benimm-Knigge |
15.05.2008 |
Der Monat Mai 2009 stand für die Klassen der Jahrgangsstufe 9 im Zeichen des Benimmseminars im Renaissance-Hotel Karlsruhe.
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Nahezu alle Schüler(innen) der Jahrgangsstufe 9 nahmen freiwillig an dem Benimmseminar unter Leitung der Personalchefin Frau Müser teil, das seit mehreren Jahren die Schüler(innen) dieser Jahrgangsstufe des Europa-Gymnasiums erfolgreich auf die Erfordernisse und Belange von Bewerbung, Berufsausbildung und Studium vorbereitet, und zwar unter dem Motto:
„Höfliches und gewandtes sowie sicheres Auftreten als wichtiger Baustein für die Persönlichkeitsentwicklung und den Erfolg in Studium und Beruf.“
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Wer, 2008